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Jugend forscht

Quelle: www.magazin-forum.de
von Stefan Holzhauser

Die SV Elversberg II hat sich in der Fußball-Saarlandliga den Titel geschnappt. Nun wollen sich die jungen Wilden auch in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar etablieren.

Spätestens der Gewinn beim Sparkassen-Cup in Großrosseln hatte die Konkurrenz aufhorchen lassen. Im Finale konnte sich die SV Elversberg II mit 5:2 gegen den Oberligisten FSV Jägersburg durchsetzen. Zuvor wurde Ligarivale SV Saar 05 Saarbrücken mit 4:0 bezwungen. Und davor war mit dem SV Röchling Völklingen sogar ein ambitionierter Regionalliga-Absteiger mit 3:2 in die Schranken verwiesen worden. Damals sagte Elversbergs Coach Marco Emich im „Saar Amateur“: „Es macht richtig Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Wir haben einen Kader von 18 Feldspielern und zwei Torhütern. Neben den Routiniers Steffen Bohl, Christian Frank und Neuzugang Daniel Dahl vom FSV Jägersburg sind das überwiegend hochtalentierte Spieler aus unserer Jugend.“ Auf das Saisonziel angesprochen, ergänzte er: „Im oberen Drittel wollen wir schon landen und irgendwann auch mal wieder in die Oberliga aufsteigen. Falls das bereits diese Saison der Fall wäre, würden wir uns nicht wehren.“

„Es macht richtig Spaß, mit den Jungs zu arbeiten“

In den Runden davor hatte die Regionalliga-Reserve ihre Heimspiele im St. Ingberter Mühlwaldstadion ausgetragen – wo es auch am 21. Mai 2016 beim 2:3 gegen den FSV Salmrohr die vorerst letzte Partie in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gab. Anschließend musste man als Tabellen-16. die überregionale Bühne verlassen. Trainer Timo Wenzel blieb noch ein Jahr und erreichte mit der Elf von der Kaiserlinde in der Saarlandliga Rang zehn. Dann wurde mit Emich ein Ur-Gestein des FSV Jägersburg verpflichtet. Er hatte im Homburger Norden 15 Jahre lang als Trainer gearbeitet und seinen Heimatverein von der Landes- bis in die Oberliga hineingeführt. Unter seiner Regie gab es zunächst den elften Tabellenplatz. „Es war seinerzeit eine Umbruchsaison, die sportlich eher durchwachsen verlief. Doch anschließend waren wir bereits in der Vorbereitung echt gut drauf und siegten überraschend in Großrosseln. Da hat man schon gemerkt, dass im Team eine gewisse Qualität vorhanden ist“, sagt Emich.

Auf der Suche nach einer neuen Heimspielstätte waren die Elversberger in Landsweiler-Reden fündig geworden. „Es ist grundsätzlich so, dass wir am liebsten auf Naturrasen spielen“, sagt der Trainer. Bis in den Oktober hinein konnte im Kohlwaldstadion trainiert werden. Anschließend wurde aufgrund des fehlenden Flutlichts für den Trainingsbetrieb auf den Kunstrasenplatz an der Kaiserlinde ausgewichen. Das letzte Mal trat die SVE am 31. März dieses Jahres beim 0:2 gegen den SV Auersmacher im Kohlwaldstadion an. Da sich der Rasen seit der Winterpause in keinem guten Zustand mehr befand, wurde dann komplett auf den Elversberger Kunstrasen ausgewichen. Derzeit laufen Gespräche, wo die Emich-Elf in der kommenden Saison spielt. Vor allem für die Risiko-Heimspiele gegen die TuS Koblenz, Wormatia Worms und Eintracht Trier muss man gerüstet sein.

Rückblickend auf die Aufstiegssaison sagt Emich: „Durch die beiden 4:1-Siege beim SC Halberg Brebach und zu Hause gegen die SF Köllerbach – zwei Hochkaräter dieser Liga – waren wir natürlich optimal gestartet. Doch dann hat die 2:3-Niederlage beim Aufsteiger SV Rohrbach unter Beweis gestellt, dass es alles andere als einfach für uns wird. Es sollte gegen Teams, die eher defensiver eingestellt sind und über die Zweikämpfe kommen, schwerer für uns werden.“

An diesem 4. August 2018 führten die Elversberger in den Rohrbacher Königswiesen bis zur 79. Minute bei Temperaturen von weit über 30 Grad bereits mit 2:0, ehe sie am Ende mit komplett leeren Händen dastanden. Diese sportlichen Rückschläge im Saisonverlauf seien aber letztlich gut für die Entwicklung der jungen Spieler gewesen. „Zur Winterpause waren wir dann verdient Erster. Bei einem Vorsprung von fünf Punkten konnten wir dann natürlich nicht mehr das Ziel vorgeben, am Ende Sechster zu werden. Es sollte nun der Titel oder zumindest Relegationsrang zwei her“, erklärt der 45-Jährige.

Es sollte bis zum letzten Spieltag spannend bleiben. Am Ende setzte sich die SVE mit 70 Punkten vor Köllerbach und Brebach (jeweils 68 Zähler) durch. Im Saisonfinale wurde an der Kaiserlinde der FV Eppelborn mit 6:0 bezwungen. Anschließend fanden noch auf dem Platz die ersten Feierlichkeiten statt. Später ging es im VIP-Raum des Stadions und in der Gaststätte K2 feuchtfröhlich weiter. „Am gleichen Tag wurde auch noch mein Sohn Lukas mit der SG Erbach Meister der Bezirksliga Homburg. Es gab also wirklich reichlich Grund zu feiern“, blickt Emich auf diesen denkwürdigen Tag zurück.

„Einigen Spielern ist der Sprung nach oben zuzutrauen“

Die Planungen für die anstehende Oberliga-Saison laufen an der Kaiserlinde auf Hochtouren. Sportlich lautet das Ziel Klassenverbleib. „Überregional werden die jungen Spieler noch mehr gefordert und gefördert. Und natürlich verfolgen wir als Ausbildungsmannschaft auch weiterhin das Ziel, die Talente an der Tür unserer Regionalliga-Elf anklopfen zu lassen. Wir haben einige Spieler in der Mannschaft, denen der Sprung nach oben zuzutrauen ist“, betont Emich. Namen wollte er in diesem Zusammenhang aber keine nennen, um den Druck von den Talenten fernzuhalten. „Ich freue mich darauf, wieder in der Oberliga als Trainer tätig sein zu können. Ich fühle mich in Elversberg sehr wohl und habe noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Die Zusammenarbeit mit den Jungs macht richtig viel Spaß“, berichtet der Coach und ergänzt: „Ich arbeite mit meinem Co-Trainer Christian Frank vertrauensvoll zusammen. Auch der Austausch mit Jens Kiefer von unserem Nachwuchsleistungszentrum ist bestens. Und mit Aktiven-Cheftrainer Horst Steffen ist es ebenfalls eine hervorragende Zusammenarbeit.“

In der nun anstehenden Saison werden die beiden Innenverteidiger Elias Huf (FSV Jägersburg) und Fabio Götzinger (SF Köllerbach) sowie der offensive Mittelfeldspieler Mike Scharwath (1. FC Nürnberg II) nicht mehr zur Verfügung stehen. Neu an der Kaiserlinde sind Lars Brückner von der A-Jugend des 1. FC Saarbrücken sowie die beiden Röchling-Völklingen-Akteure Gibriel Darkaoui und Marvin Wollbold. Dieses Trio soll die Offensive verstärken.


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