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Vom Abstellgleis zurück ins Rampenlicht

Quelle: Saarbrücker – Zeitung (veröffentlicht am 06.12.2018)
von Heiko Lehmann

Schulterklopfer von allen Seiten, eine Umarmung mit dem Trainer und viele Interviews. Aldin Skenderovic war nach dem 2:0-Sieg der SV Elversberg gegen Wormatia Worms ein gefragter Mann. Dabei rutsche der 21-Jährige nur ins Team, da sich bei der SVE binnen kurzer Zeit drei Innenverteidiger verletzten – Oliver Stang, Mike Eglseder und zuletzt Marco Kofler. Davor spielte Skenderovic in fünf Monaten gerade einmal 45 Minuten Regionalliga.

„Als das Spiel vorbei war, war ich erleichtert. Ich habe keine Fehler gemacht, und wir haben als Mannschaft sehr gut funktioniert. Es war ein schönes Gefühl“, sagt der luxemburgische Nationalspieler, der in der vergangenen Saison in der Winterpause nach Elversberg kam und in drei Monaten elf Spiele machte.

In dieser Saison spielte der 21-Jährige plötzlich keine Rolle mehr. „Da stellt man sich schon die Frage, warum die SVE mich überhaupt geholt hat. Wenn man auf der Tribüne sitzt, ist das eine harte Zeit. Da können junge Spieler auch daran zerbrechen“, sagt Skenderovic. Er ist nicht daran zerbrochen und weiß auch warum. „Ich bin keiner, der aufgibt. Außerdem habe ich tolle Mitspieler, die mir sehr viel Halt gegeben und mich motiviert haben. Vor allem Leandro Grech hat viel mit mir in der schweren Zeit geredet“, erklärt der neue SVE-Innenverteidiger, der mit 20 Jahren beim luxemburgischen Erstligisten Titus Petingen ebenfalls Innenverteidiger und darüber hinaus Kapitän war.

Warum bei der SVE niemand auf ihn als Innenverteidiger setzte, weiß er nicht – und er möchte an die Zeit, bevor Horst Steffen das Traineramt von Roland Seitz übernahm, auch gar nicht mehr denken. Mit nur vier Spielen in der zweiten Mannschaft in der Saarlandliga und vier Spielen in der U21-Nationalmannschaft von Luxemburg in einem halben Jahr lieferte Skenderovic praktisch ohne Spielpraxis eine Leistung in Worms ab, wie sie wohl nur wenige erwartet hatten. „Die Position in der Innenverteidigung ist ja nicht neu für mich. Ich weiß genau, was ich dort tun muss“, sagt er.

kompletter Artikel im Pressespiegel


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